Das Redaktionsteam des Austrian Event Award hat die Jurymitglieder 2020 zum Interview gebeten. Diesmal im Gespräch: Ute Kliemstein, Head of Group Communications – Greiner AG.

AEA-Redaktionsteam: Was bedeutet Ihnen der Austrian Event Award bzw. wie sieht Ihr ganz persönlicher Bezug zum Austrian Event Award aus? 

Ute Kliemstein: Schon in sehr jungen Jahren durfte ich als Event Managerin im Team von Hubert Neuper viele großartige Events organisieren. Dieses „Event-Herz“ schlägt bis heute in mir, da es keine Position in meinem Lebenslauf gibt, in der Events nicht eine wesentliche Rolle gespielt haben – sowohl in der Konzeption als auch in der Umsetzung. Dementsprechend verfolge ich auch den Austrian Event Award von Beginn an begeistert mit und freue mich, dass Jahr für Jahr die besten Events vor den Vorhang geholt werden.

Was denken Sie, macht den Austrian Event Award so besonders?

Die Wertschätzung, die den Agenturen und den Auftraggebern in Form der jährlichen Verleihung entgegen gebracht wird. Und seine Beständigkeit, denn den Austrian Event Award gibt es nun seit 24 Jahren.

Was bringen Sie aus Ihrer Sicht an wertvoller Erfahrung und an bereichernden Inputs in die Juryarbeit ein?

Mehr als zwei Jahrzehnte an Erfahrung im operativen Eventmanagement gepaart mit der Perspektive auf Kundenseite.

Wie werden Ihre persönlichen Besonderheiten aus Ihrer Sicht in die Bewertung der Projekte einfließen?

Ich werde wie bei allen Entscheidungen, die ich im beruflichen und privaten Bereich treffe, mit Herz und Verstand bewerten und entscheiden.

Trotz aller Negativaspekte: Welche positiven Folgen könnte COVID-19 Ihrer Meinung nach auf das Livemarketing haben?

COVID-19 hat trotz aller Negativaspekte auch neue Geschäftsfelder eröffnet. Ich denke, dass beispielsweise Hybrid Events auch nach der Pandemie eine wesentliche Rolle spielen werden und in vielen Bereichen auch sinnvoll eingesetzt werden können – bei Formaten etwa, bei denen eher die Informationsvermittlung als ein emotionales Erlebnis im Vordergrund steht.

Welcher Begriff fällt Ihnen spontan ein, den Sie im Coronajahr nicht mehr hören können?

Es ist weniger ein Begriff, als die Frage: „Welche Zahlen haben wir heute?“

Was war die größte Erkenntnis bzw. Bereicherung, die Sie aus den Erfahrungen des heurigen Jahres mitnehmen?

Geht nicht gibt’s nicht!

Was werden Sie in fünf Jahren von 2020 in Erinnerung behalten haben?

Die völlig leergefegten Straßen und menschleeren Orte während des ersten Corona-Lockdowns in Österreich.

Zum Schluss: Wie sieht Ihre zuversichtlichste Vision für die Zukunft des Livemarketings aus – worauf hoffen Sie?

Ich glaube, dass dieses Ausnahmejahr das Entstehen neuer Geschäftsmodelle beschleunigt oder überhaupt erst möglich gemacht hat. Vieles wird nach der Pandemie – Stichwort Hybrid Events – Teil der Normalität im Sinne einer sinnvollen Ergänzung zu Live-Erlebnissen werden. Die Pandemie bringt daher für Dienstleister auch viele Chancen mit sich, sofern man sich der Situation nicht verschließt, sondern die Chancen als solche erkennt und zu nutzen weiß.

Vielen Dank für das Gespräch.

Hier finden Sie die Jury Austrian Event Award 2020 im Überblick.

Übrigens: Hier finden Sie die 10 besten Tipps unserer Jury für eine erfolgreiche Einreichung, die noch bis 31. Dezember 2020 möglich ist.

Mehr dazu finden Sie unserer News-Section.

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